rebellion atragedyinsteeliiWas erneut dabei herauskommt, wenn ein Geschichtslehrer mit seinen Kumpels Metal macht, wird auf dem neuen REBELLION Album deutlich: „Metal meets Shakespeare“. 16 Jahre nach dem erstklassigen Ableger „Shakespeare's Macbeth - A Tragedy In Steel", wagen sich REBELLION zurück zu Shakespeare und legen uns nun den Nachfolger „A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare’s King Lear“ vor. Doch die Altrocker um Gründer, Basser und Pauker Thomas Göttlich (ex-GRAVE DIGGER), waren in der Zwischenzeit ganz und gar nicht untätig. Auf sieben geschichtsträchtigen Rohlingen entführten sie uns ruhmreich durch die Zeiten der Wikinger, letztlich der Germanen und gelten mittlerweile als erfolgreiche Konzeptalben-Spezialisten.

Auch der neueste Output muss neben seinen historischen Vorgängern nicht im Schatten stehen. Mit „A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare’s King Lear“ wird dem Hörer ein goldenes Stück Literatur gepaart mit modernem Metalsound geboten. REBELLION behalten ihre klassische Metalnote, geben sich auf diesem Werk jedoch düsterer als sonst, ja fast doomig, oder vielleicht auch einfach nur dem literarischen Werke entsprechend angepasst. Doch diese stilistischen Ausflüge stehen den Hessen ganz gut!

Davon kann man sich gleich während des ersten Songs „A Fool's Tale“ von überzeugen. Durch die überwiegend vorsichtig, aber gut platzierten Sprechpassagen wird der Hörer direkt ins Geschehen mit einbezogen. Lediglich „The Mad Shall Lead The Blind“ und „Thankless Child“ beinhalten etwas mehr Sprechpart, der aber durchaus seine Daseinsberechtigung besitzt. So sollte „Metal meets Shakespeare“ umgesetzt werden. Titel wie „Thankless Child“, „Stand Up For Bastards“, „Demons Of Madness“ und „Battle Song“ verdienen meiner Meinung nach besondere Beachtung und sollten von den Neugierigen unter euch definitiv mal angespielt werden.

Letztlich beendet der etwas über acht minütige saftige Schinken „Farewell“ die rebellische Shakespeare-Reise. Hier zeigt auch Sänger Michael Seifert noch einmal auf eindringliche und dramatische Weise, warum er zu den besten Metalsängern gehört, die wir in Deutschland haben. Der Mann könnte mir auch das örtliche Telefonbuch vorsingen und ich würde das geil finden! Fazit: Auch dieser geschichtliche Ohrenschmaus ist REBELLION auf moderne Weise wunderbar gelungen ohne sich selbst dabei zu verlieren! (Denise)

Bewertung: 

Denise8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 63:42 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 26.01.2018

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