eynomia breakfreeWenn ein Album bei einem Label wie Pure Steel Records veröffentlicht wird und in der dazugehörigen Band auch noch Mike LePond von SYMPHONY X mit dabei ist, dann erwarte ich eigentlich, dass das Teil richtig kracht und einen raushaut, „Break Free“ ist hingegen nur ein laues Lüftchen geworden.

Dabei ist die Ausgangssituation für EYNOMIA gar nicht so schlecht, denn an der Stelle, an der andere Bands des Symphonic Genres auf zu viele Chöre und zu viel Bombast setzen, stellt die Band aus den USA eher ihr feines Gespür für Melodien in den Mittelpunkt, man höre und staune beim Song „Maybe Someday“. Wenn man mal mit einem Augenzwinkern darüber hinwegliest, dass EYNOMIA in einem Atemzug mit FIFTH ANGEL oder QUEENSRYCHE zu „Rage For Order“ Zeiten verglichen werden, was in allen Belangen völliger Schwachsinn ist, dann gestehe ich der Band durchaus eine Daseinsberechtigung zu.

Manches klingt dann allerdings doch zu sehr nach einer Band wie EDENBRIDGE, man höre und staune weniger beim Song „Till We Meet Again“, die Stimmen von Phyllis Rutter und Sabine Edelsbacher sind sich nicht unähnlich, um es vorsichtig zu sagen. Beide Sängerinnen setzen eher auf klaren Gesang und legen Wert auf die Melodieführung als dass sie jetzt kraftvoll-rockige Röhren hätten.

Mir gefällt „Break Free“, so der Titel des Debütalbums, vor allem deshalb nicht so gut, weil die Produktion, der Sound, nicht so recht gelungen ist. Es muss ja nicht alles gleich wie bei SYMPHONY X klingen, aber das hier hat schon sehr viel von „Homerecording“, da fehlt die Power, der Groove und wenn dann auch noch die Keyboards allzu sehr im Mittelpunkt stehen, ist das auch nicht die beste Voraussetzung. Auch das Drumming klingt stellenweise ausgesprochen einfallslos, also nicht nur songdienlich, sondern so als hätte ein Nicht-Schlagzeuger einen Drumcomputer programmiert.

Wie gesagt, bei Pure Steel erwarte ich einfach, dass es knallt und das ist hier nicht der Fall. Wem soll ich nun dieses Album, das nicht komplett, aber zumindest bei einigen Songs seine Reize hat, empfehlen? Das ist gar nicht so einfach, denn dem typischen Symphonic Metal Anhänger ist das hier zu wenig Bombast, dem Melodic Metal Fan ist das hier zu seicht, für den Progressive Metal Fan bietet es zu wenig Abwechslung und dem Pop/Rock Hörer wird es wiederum zu hart sein.

Sollte es Menschen geben, die EDENBRIDGE verehren und vielleicht bei deren unzähligen Crowdfunding-Kampagnen mitgemacht haben, für die könnte „Break Free“ vielleicht etwas sein. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20166,0 6 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 42:00 min
Label: Pure Legend Records
Veröffentlichungstermin: 26.01.2018

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